Der Alltag kranker, beeinträchtigter oder sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher hat oft wenig mit dem zu tun, was sie eigentlich brauchen: Ruhe, Zuwendung oder auch Zeit für sich. Im Zentrum von Duderstadt ist für diese Kinder und Jugendlichen im Jahr 2012 das Tabalugahaus entstanden. Dazu wurden zwei liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser miteinander verbunden und den Bedürfnissen der jungen Besucher angepasst. Es ist es hell hier und freundlich. Es gibt eine Kuschelecke, einen Kreativraum, einen Meditationsraum, ein Musikzimmer und insgesamt 19 Betten. Im Gegensatz zu den weiteren Tabalugahäusern der Peter Maffay Stiftung ist das Haus in Duderstadt barrierefrei ausgelegt.

Tabalugahaus

Während ihres Aufenthaltes leben die Kinder und Jugendlichen in einer intakten Gemeinschaft. Sie können Urlaub vom Alltag machen, Kraft schöpfen und Selbstbewusstsein tanken. Das passiert natürlich nicht nur im Haus. Der Aufenthalt in der Natur, körperliche Betätigung und besonders der Umgang mit Tieren geben Selbstvertrauen. Deshalb werden auch Orte wie das Heinz Sielmann Natur-Erlebniszentrum besucht. Für viele weitere Angebote arbeitet das Haus mit Partnern aus der Region zusammen, beispielsweise mit dem Bärenpark in Worbis, den Duderstädter Bädern oder Manuela Lorenz und ihren Therapiehunden. Wenn direkt vor der Tür Markt ist oder eine Ausstellung im Tabalugahaus läuft, stehen die Türen offen. Die jungen Bewohner genießen es, am normalen Leben teilzunehmen — und das ist in Duderstadt ruhiger und sicherer als andernorts.

Tabalugahuas_Kinder

Genauso soll es nach dem Willen von Peter Maffay und Prof. Hans Georg Näder sein. Näder hatte in Duderstadt eine behütete Kindheit und möchte dieses Gefühl von Geborgenheit weitergeben. Deshalb hat er die Schutzräume für Kinder gGmbH gegründet, die beiden Fachwerkhäuser erworben und deren Umbau finanziert. Sein Freund Peter Maffay sitzt im Beirat des zugehörigen Vereins. „Dieses Projekt ist ein Projekt unter Freunden“, sagt Näder. Beide übernehmen einmal mehr Verantwortung für die Welt, die die Erwachsenen den Kindern hinterlassen. „Ich kann nicht von einer besseren Welt singen und die Realität, die für Kinder oft schmerzlich ist, unverändert lassen. In Duderstadt können wir wenigstens einigen Kindern Impulse geben, die sie sonst nicht sammeln können“, sagt Maffay.

Tabalugahaus neuen Team vlnr Ley-Alamdari-Haase klein

Seit Sommer 2015 verstärken zwei neue Mitarbeiterinnen das Team. Maral Alamdari aus Berlin ist für die pädagogische Ausrichtung und das Betreuungskonzept des Hauses zuständig, die gebürtigen Harzerin Isabell Haase hat die operative Organisation übernommen. Die bisherige Leiterin, Kathrin Wüstefeld, verließ das Tabalugahaus nach rund drei Jahren auf eigenen Wunsch, um sich beruflich zu verändern. „Mit den personellen Wechseln haben wir die Chance genutzt, das Team zu verstärken und das pädagogische Geschäft von den allgemeinen organisatorischen Aufgaben zu trennen. Bei einer durchschnittlichen Belegung von rund 500 Kindern und Betreuern pro Jahr ist diese Entscheidung richtungsweisend für den weiteren Betrieb“, betont Geschäftsführer Karsten Ley. Für die Haustechnik der Einrichtung ist Oliver Weng verantwortlich. Kreative Angebote und Bastelaktionen werden von Nicole Windel und Britta Schwien organisiert.

Die ersten Kinder, die vor der offiziellen Eröffnung im September 2012 im Tabalugahaus probegewohnt haben, waren so begeistert, dass sie gar nicht mehr wegwollten. Im Jahr 2015 ist die Einrichtung komplett ausgebucht. Kinder und Jugendliche kommen aus dem gesamten Bundesgebiet ins Eichsfeld. Herzlich willkommen in Duderstadt!

 

Schutzräume für Kinder Duderstadt gGmbH, Tabalugahaus Duderstadt
Marktstraße 84/8637115 Duderstadt
T (05527) 8 49 74 44info@tabalugahaus.de
www.tabalugahaus.de
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