Alena Koch aus Werxhausen hat die Wahl zum Gänseliesel gewonnen. Die 21-Jährige verkörpert nun ein Jahr lang das wohl meistgeküsste Mädchen der Welt, welches das Wahrzeichen Göttingens ist. Die Eichsfelderin freut sich auf ihre Aufgaben – ein Jahr lang bei rund 30 Terminen. Wahrscheinlich werden es sogar noch ein paar mehr.


„Ich möchte der Stadt gerne etwas zurückgeben. Und das kann ich jetzt mit meinem Dienst als Gänseliesel“, sagt Alena, die im Energiemanagement der Stadt Göttingen arbeitet. Genauer gesagt im Fachdienst Hochbau, Klimaschutz und Energie, seitdem sie vor einigen Monaten ihr duales Studium bei der Stadt Göttingen in Richtung Verwaltungswissenschaften abgeschlossen hat. Die Eichsfelderin ist seit Neustem frischgebackene Neu-Göttingerin, denn sie hat kürzlich ihre neue Wohnung dort bezogen. „Ich hoffe, dass mich die Wahl zum Gänseliesel richtig in Göttingen ankommen lässt“, sagt sie. Ihre Heimat jedoch bleibt das Eichsfeld.„Das ganze Umfeld, Familie, Freunde und Bekannte sind besonders. Egal in welches Dorf man kommt, man kennt immer jemanden. Alle rücken und halten zusammen. Wenn ich ans Eichsfeld denke, kommen mir mein Zuhause, unser schöner Garten und die Natur in den Sinn.“

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In ihrer Freizeit treibt die junge Werxhäuserin sehr oft Sport. Sie geht gerne ins Fitnessstudio, spielt Tennis, schwimmt und läuft viel. Dass der Terminkalender von Alena nun noch voller wird, stört sie nicht. Nein, sie freut sich richtig darauf. „Ich hoffe, dass ich als Gänseliesel viele interessante Leute kennenlerne und interessante Gespräche führen kann.“ Aufgeschlossen muss man wahrscheinlich auch sein, wenn man beispielsweise plötzlich in einem Supermarkt für den guten Zweck an der Kasse sitzt.


Die Resonanz von Familie, Freunden und Bekannten nach der Wahl zum Gänseliesel sei ebenso überwältigend gewesen, wie der Zuspruch während des Castings. In der Vorrunde musste sich Alena zunächst gegen 60 weitere Kandidatinnen durchsetzen. Abgestimmt wurde per E-Mail oder per Postkarte, jeder durfte dabei nur eine Stimme abgeben. Ein Freund von Alena gründete während der Wahl sogar eine Facebook-Gruppe mit dem Namen „Alena for Gänseliesel“.

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Dann, beim Gänselieselfest, der große Auftritt vor mehreren tausend Besuchern: Alena stellte sich wie sieben weitere Finalistinnen den Fragen des Moderators, der natürlich gleich eine „peinliche Frage“ parat hatte: „Was muss ein Mann haben, damit er Dir gefällt?“ Die ersten Lacher habe es bereits nach der Fragestellung gegeben, die nächsten, als Alena ansetzte: „Mein potenzieller Mann…“ und der Moderator sie mit den Worten unterbrach: „Oh, wie ich höre, ist Alena noch zu haben.“ Doch davon ließ sich die taffe Blonde nicht aus der Ruhe bringen, konterte charmant und sagte, er müsse Humor haben, sie zum Lachen bringen und auch entspannt sein, um mit ihr fertig zu werden. Und demnächst dann vielleicht auch noch eine Gans ertragen. Diese ist ausgestopft und hat den Namen Greta. In einem Korb sitzend ist sie ein Jahr lang Alenas Begleiterin, wenn die Eichsfelderin in eines ihrer vier Gänseliesel-Kleider schlüpft.

Text: Kristin Kunze / Fotos: Iris Blank