Aus der traditionellen Adventsküche ist er nicht wegzudenken – der Bratapfel. Tamara Sommer aus Hilkerode zaubert mit Früchten aus ihrem eigenen Garten im Handumdrehen und mit einfachen Zutaten ein winterliches Dessert.

Wenn die Obstbäume in Tamara Sommers (39) Garten im Herbst Früchte tragen, dann füllen sich alle verfügbaren Eimer und Kübel der Familie über und über mit Äpfeln. Wohin mit der knackigen Ernte? „Manchmal nehme ich Äpfel mit zur Arbeit, damit auch alle gesund bleiben. Dann freuen sich meine Kollegen“, sagt die Hilkeröderin lächelnd. Ein großer Teil der Äpfel geht nach Gieboldehausen und wird in der Saftkelterei Ott als ein naturtrüber, leicht saurer, aber vor allem köstlicher Most in Flaschen abgefüllt oder von Tamara selbst zu Gelee oder Apfelmus verarbeitet. Die besten Äpfel allerdings, die richtig großen und richtig schönen, denen geht es auch richtig an den Kragen.

ausgehöhlte-bratapfel-tamara-sommer

Nachdem Tamara die prächtigsten Exemplare aussortiert hat, werden sie geköpft, ausgeschabt und bei 180°C im Backofen richtig goldbraun gebacken. Ein besonderer Genuss, in den im Herbst und Winter während der Abendstunden bei gemütlichem Beisammensein alle Familienmitglieder kommen dürfen. Besonders Tamaras Söhne freuen sich immer, wenn das mittels süßer Füllung veredelte Kernobst auf dem Tisch steht. Nur Tochter Stella-Marie (2) vernascht momentan am liebsten nur die Baiserhaube.

gefüllte-bratäpfel-tamara-sommer

Im Hilkeröder Garten der Familie Sommer gedeihen die leicht säuerlichen Apfelsorten Boskop und Cox Orange. „Die eignen sich gut für die Zubereitung als Bratapfel“, sagt Tamara. Angelegt hat den Garten einst ihr Großvater. Daher wachsen darin auch noch alte Sorten wie Gravensteiner oder Schafschnauze.


Tamaras Bratapfelrezept kann man natürlich auch hervorragend mit gekauften Äpfeln backen. Es eignet sich übrigens auch gut dazu, verschiedene Variationen auszuprobieren: „Viele füllen die Äpfel auch mit Marzipan, Rosinen oder Schokolade. Ich habe auch schon von einer deftigen Variante gehört, wo Blutwurst eingefüllt wird“, erzählt Tamara. „Das wäre aber nichts für mich“, gibt sie schmunzelnd zu.

bratapel-baiserhaube-rezept


Text: Anna Kleimann / Fotos: Iris Blank