Jeder Mensch«, sagt Prof. Hans Georg Näder, »findet irgendwann sein Ding«. Bei dem einen ist es der Tennisverein, bei ihm war es eben die Kunst. In den letzten 25 Jahren hat sich Näder, Inhaber der Otto Bock Firmengruppe mit Sitz in Duderstadt, immer mehr mit Kunst beschäftigt und eine eigene Haltung dazu entwickelt. Schließlich begann er, Kunst zu sammeln. Anfangs waren es Spontankäufe, dann erwarb er immer gezielter Werke zeitgenössischer, international renommierter Künstler. Ein Teil davon ist in wechselnden Ausstellungen in der Kunsthalle HGN zu sehen — kostenlos und auf Näders Privatgrundstück. »Ich kann Berufliches und Privates ohnehin nicht trennen. Deshalb habe ich auch kein Problem damit, wenn sich die Menschen quasi in meinem Zuhause die Kunst ansehen«, sagt er. Dass er Weltklassekunst von Helmut Newton, Neo Rauch, Dan Flavin, Dieter Appelt, Andreas Gursky und anderen in die Provinz nach Duderstadt holt und sie in seiner Kunsthalle zeigt, hat aber noch einen weiteren Grund. Kunst bedeutet für Näder Energie. Und mit der hofft er auch Duderstadt und die Menschen aufzuladen. Dass diese Idee funktioniert, zeigen die Erfolge der bis zum 28.Dezember 2014 verlängerten Ausstellung »Close-up Cuba« und die bisherigen Ausstellungen.

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Ein Zuhause, geöffnet für die Kunst und die Menschen

Die Kunst ist jedoch nur ein kleiner Teil von dem, was Näder in seine Heimatstadt einbringt. Sein Name fällt fast überall dort, wo in Duderstadt ein Projekt ins Rollen gebracht wird — sei es das Westerturmensemble, das Hotel zum Löwen, die Glocke der katholischen oder die Orgel der evangelischen Kirche, die Rathaussanierung, das Tabalugahaus, das Max-Näder-Haus, das Orthopädietechnikmuseum oder die Stadtentwicklungsinitiative Duderstadt2020. Auch die Erweiterung der Kunsthalle HGN ist bereits in Planung.


»Ich habe Glück gehabt, dass ich in diese Familie hineingeboren worden bin und mit diesen Werten, dieser Tradition, Haltung und Kultur aufwachsen durfte. Wenn man solches Glück hat, sollte man auch etwas davon an die Menschen zurückgeben. Das macht schließlich auch Spaß«, so Näder. Das Verdienst, dass all diese ambitionierten Vorhaben in die Tat umgesetzt werden konnten und können, nimmt er jedoch nicht für sich allein in Anspruch: »Es ist ein Glücksfall, dass mit Lothar Koch, dem ehemaligen Bürgermeister und jetzigen Landtagsabgeordneten, Wolfgang Nolte, dem aktuellen Bürgermeister und früheren Stadtdirektor, sowie mir ein vertrautes und verlässliches Dreigestirn seit mehr als einem Vierteljahrhundert in Duderstadt gestaltend tätig ist.«

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Seine Liebe und Loyalität zu Duderstadt wird erwidert. Nach seinem Vater wurde auch er zum Ehrenbürger der Stadt ernannt. Das ist in der eintausendjährigen Geschichte von Duderstadt einmalig. »Ich stehe hinter der Region und die Region hinter mir«, sagt Näder. Und er ist noch längst nicht müde. Die Zukunft von Duderstadt liegt ihm am Herzen: »Jeder Meilenstein auf unserem Weg zeigt doch, dass hier etwas los ist und immer wieder Neues passiert. Wenn man alleine die Ausgrabungen unter dem Gewölbekeller des Hotels zum Löwen sieht — das ist doch genial!« Dass das Bier, das Prof. Näder in der Mikrobrauerei im Gewölbekeller brauen lässt, »Heimatliebe« heißt, ist bei solchem Engagement nur logisch.

 

Kunsthalle HGN
Karl-Wüstefeld-Weg37115 Duderstadt
info@kunsthallehgn.de
www.kunsthallehgn.de
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Öffnungszeiten
Sa und So: 11−18 Uhr (während der Ausstellungszeiten)